Die vierte Mannschaft des TTC Ergenzingen ging in die Saison 2025/2026 mit dem Ziel, sich im unteren Mittelfeld zu stabilisieren und vor allem den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern. Der Saisonstart verlief jedoch alles andere als optimal: Bereits im ersten Spiel gegen den TSV Lustnau musste man eine deutliche 4:9-Niederlage hinnehmen. Auch in den darauffolgenden Begegnungen gegen Derendingen und Weilheim konnte die Mannschaft nicht punkten, sodass man früh in der Tabelle unter Druck geriet.

Im weiteren Verlauf der Vorrunde zeigte sich ein ähnliches Bild. Gegen Dettenhausen und Derendingen IV setzte es klare Niederlagen, ehe man sich beim hart umkämpften 8:8 gegen Sickenhausen II zumindest einen Punkt sichern konnte. In diesem Spiel feierte Jürgen Kaiser seine Premiere für den TTC Ergenzingen und konnte dabei direkt zwei wichtige Punkte zum Unentschieden beisteuern. Ein weiterer Lichtblick war der überzeugende 9:3-Auswärtssieg in Tübingen, der zeigte, dass die Mannschaft durchaus konkurrenzfähig sein kann. Dennoch überwogen die Niederlagen, sodass die Vorrunde mit einer eher durchwachsenen Bilanz abgeschlossen wurde.

In die Rückrunde verstärkte dann Stefan die Mannschaft. Zu Beginn ging es jedoch gegen starke Gegner und der Start in die Rückrunde gestaltete sich schwierig. Gegen Derendingen III und Betzingen musste man erneut deutliche Niederlagen einstecken. Knapper wurde es dann gegen Lustnau, wo man sich knapp mit 9:7 geschlagen geben musste. Besonders in Erinnerung bleiben wird jedoch das Auswärtsspiel gegen Weilheim, das wohl zu den längsten Begegnungen der TTC-Geschichte zählt: Der erste Ballwechsel begann um 20:30 Uhr und nach zahlreichen hart umkämpften Spielen – darunter gleich zehn Fünfsatzkrimis – musste man schließlich erst um 1:15 Uhr dem SV Weilheim zum 9:7-Sieg gratulieren. Trotz der späten (oder vielmehr frühen) Stunde ließ es sich die Mannschaft nicht nehmen, den „Morgen“ noch gemeinsam mit einem Bier einzuläuten. Ebenfalls ärgerlich waren die knappen Niederlagen gegen den Tabellenzweiten, Dettenhausen (7:9), ein weiteres Spiel, in denen ein Punktgewinn durchaus möglich gewesen wäre. Positiv hervorzuheben ist hingegen das Unentschieden gegen Tübingen sowie der klare 9:2-Erfolg gegen Sickenhausen II, bei dem die Mannschaft ihr vorhandenes Potenzial voll ausschöpfen konnte. Den gelungenen Abschluss der Saison bildete schließlich ein souveräner 9:0-Auswärtssieg gegen den Tabellen Nachbarn Derendingen IV. Insgesamt spiegelte die Saison die Herausforderungen der Mannschaft wider. Mit einer Gesamtbilanz von 88:120 Spielen blieb man zwar hinter den eigenen Erwartungen, konnte jedoch immer wieder durch starke Einzelleistungen und kämpferischen Einsatz überzeugen. Mit etwas mehr Glück ist eine Verbesserung in der nächsten Saison durchaus realistisch.